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Ratespiele8 Min. Lesezeit

Das Wer-bin-ich-Spiel: Regeln, die besten Fragen und 120 Ideen

Ein Zettel an der Stirn, ein Name darauf, und alle wissen Bescheid außer dir. Das Wer-bin-ich-Spiel braucht fast nichts und funktioniert trotzdem immer.

Beim Wer-bin-ich-Spiel klebt jedem ein Zettel mit einem Namen auf der Stirn, und jeder muss nur mit Ja-Nein-Fragen herausfinden, wer er ist. Alle anderen sehen den Namen, nur man selbst nicht. Spätestens seit der Kneipenszene in Inglourious Basterds kennt das Spiel wirklich jeder, gespielt wird es aber schon viel länger: auf Klassenfahrten, an Geburtstagen und im Auto. In diesem Artikel stehen die Regeln, die Fragen, mit denen man am schnellsten ans Ziel kommt, und 120 Ideen, damit euch nie die Namen ausgehen. Dazu kommt der Klassiker ohne Zettel: 20 Fragen.

Die Regeln vom Wer-bin-ich-Spiel

  1. 1Jeder schreibt für seinen linken Nachbarn einen Namen auf einen Zettel: eine berühmte Person, eine Figur, ein Tier oder einen Gegenstand.
  2. 2Der Zettel kommt dem Nachbarn auf die Stirn, ohne dass er ihn sieht. Klebezettel halten am besten.
  3. 3Reihum stellt jeder eine Ja-Nein-Frage über sich selbst: „Bin ich eine Frau?“, „Bin ich Sänger?“
  4. 4Ist die Antwort Ja, darfst du noch eine Frage stellen. Ist sie Nein, ist der Nächste dran.
  5. 5Wer zuerst errät, wer er ist, gewinnt. Die anderen spielen weiter, bis alle es wissen.

Das Wer-bin-ich-Spiel funktioniert ab drei Leuten und wird mit sechs bis zehn am besten, weil dann alle gleichzeitig mitraten. Als Kennenlernspiel ist es ideal: Man muss niemanden kennen, um über einen Zettel auf der Stirn zu lachen.

Die besten Fragen beim Wer bin ich

Eine gute Frage halbiert mit jeder Antwort die Möglichkeiten. Fang deshalb breit an und werde erst am Ende konkret.

  1. 1Bin ich ein Mensch?
  2. 2Wenn ja: Gibt es mich wirklich? Lebe ich noch? Komme ich aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz? Bin ich eine Frau?
  3. 3Bin ich berühmt durch Sport, Musik, Film oder Politik?
  4. 4Bin ich ein Tier? Wenn ja: Bin ich ein Säugetier? Haustier? Größer als eine Katze?
  5. 5Bin ich eine Figur aus einem Film, einer Serie oder einem Kinderbuch?
  6. 6Bin ich ein Gegenstand? Wenn ja: Passe ich in eine Hand? Brauche ich Strom? Hat mich jeder zu Hause?
  7. 7Erst ab der zehnten Frage solltest du konkrete Namen raten. Ein voreiliges „Bin ich Angela Merkel?“ kostet dich deinen Zug.

Hört bei den Fragen der anderen zu. Der häufigste Fehler beim Wer bin ich ist, etwas zu fragen, das man zwei Runden vorher schon herausgefunden hatte und wieder vergessen hat.

120 Wer-bin-ich-Ideen

Wenn euch keine Namen einfallen, nehmt welche von hier. Die Stufen zeigen grob, wie schwer es eine normale Runde hat. Die meisten Ideen funktionieren auch für 20 Fragen.

Leicht, auch für Kinder

  • Tiere: Giraffe, Pinguin, Hund, Marienkäfer, Elefant, Schildkröte, Delfin, Eule, Pferd, Biene
  • Kinderbuch und Fernsehen: Biene Maja, Pumuckl, Sandmännchen, Die Maus, Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, Pippi Langstrumpf, Räuber Hotzenplotz, Peppa Wutz, Der Grüffelo
  • Märchen: Rotkäppchen, Schneewittchen, Aschenputtel, Rumpelstilzchen, Hänsel, Frau Holle, Der gestiefelte Kater, Dornröschen, Der Froschkönig, Rapunzel

Mittel

  • Film und Serie: Harry Potter, Shrek, Elsa, Batman, Spider-Man, Darth Vader, Mr. Bean, Sherlock Holmes, James Bond, SpongeBob
  • Berufe: Pilotin, Zahnarzt, Zauberer, Briefträger, Gärtnerin, Astronautin, Konditor, Schiedsrichter, Notärztin, Schornsteinfeger
  • Orte: Brandenburger Tor, Eiffelturm, Mond, Zoo, Späti, Sahara, Venedig, Flughafen, Mallorca, Schloss Neuschwanstein

Schwer

  • Gegenstände: Zauberwürfel, Kompass, Sanduhr, Gartenzwerg, Bierdeckel, Briefmarke, Metronom, Heißluftballon, Kuckucksuhr, Wunderkerze
  • Begriffe: Glück, Schwerkraft, Echo, Traum, Montag, Stille, Internet, Nostalgie, Schatten, Regenbogen

Wer-bin-ich-Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

  • Geschichte und Kultur: Albert Einstein, Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig van Beethoven, Martin Luther, Wolfgang Amadeus Mozart, Kaiserin Sisi, Wilhelm Tell, Marlene Dietrich, Karl Lagerfeld, Angela Merkel
  • Sport: Manuel Neuer, Thomas Müller, Dirk Nowitzki, Steffi Graf, Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Jürgen Klopp, Franz Beckenbauer, Roger Federer, Marcel Hirscher
  • Fernsehen und Musik: Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Heidi Klum, Helene Fischer, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Stefan Raab, Barbara Schöneberger, DJ Ötzi, Arnold Schwarzenegger

Raten, aber mit Bluff

Beim Wer bin ich weiß jeder etwas, nur du nicht. Bei Imposter - Partyspiel (im App Store: Undercover Bluff Partyspiel) ist es genau andersherum: Alle kennen das geheime Wort, einer nicht, und der muss so tun als ob. Ein Handy reicht für die ganze Runde.

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20 Fragen: der Klassiker ohne Zettel

Bei 20 Fragen denkt sich eine Person etwas aus, und die anderen haben zwanzig Ja-Nein-Fragen, um es zu erraten. Es ist die Urform vom Wer-bin-ich-Spiel und braucht gar nichts, weshalb es auf langen Autofahrten unschlagbar ist.

  • Eine Person denkt sich einen Gegenstand, ein Tier, eine Person, einen Ort oder einen Begriff aus.
  • Die anderen fragen abwechselnd. Antworten dürfen nur Ja, Nein oder „Weiß ich nicht“ sein.
  • Wer innerhalb von zwanzig Fragen richtig rät, denkt sich als Nächstes etwas aus.
  • Rät niemand richtig, gewinnt die Person, die sich etwas ausgedacht hat, und bleibt dran.

Ältere kennen das Prinzip aus dem Fernsehen: Bei „Was bin ich?“ mit Robert Lembke musste ein Rateteam jahrzehntelang mit Ja-Nein-Fragen den Beruf eines Gastes erraten. Als Beruferaten funktioniert das auch am Küchentisch, Ideen stehen oben in der Liste.

Varianten vom Wer-bin-ich-Spiel

VariantePersonenWann sie passt
Klassisches Wer bin ich3-12Party, Kennenlernen, gemischte Runde
20 Fragen2-8Auto, Wartezimmer, Abend auf dem Sofa
Beruferaten3-8Familienfeier, wenn die Großeltern mitspielen
Zehn-Fragen-Blitz2-6Geübte Runden, denen zwanzig Fragen zu leicht sind
Team-Wer-bin-ich6-20Klassenzimmer, Ferienlager, Firmenevent
  • Themenrunde. Ihr legt vorher die Kategorie fest, zum Beispiel Fußballer oder Disney-Figuren. Für Anfänger eine große Hilfe.
  • Autofahrt-Variante. Bei 20 Fragen darf man sich nur etwas aussuchen, das man aus dem Autofenster sieht. Mit Kindern auf langen Strecken das beste Spiel überhaupt.
  • Ohne Fragen. Statt zu fragen, beschreiben die anderen dich in jeweils einem Satz. Schneller und oft lustiger.

Wenn ihr danach Lust auf mehr Bewegung habt, findet ihr in den Pantomime-Begriffen Nachschub. Für eine Runde, in der ihr euch gegenseitig ausfragt, passen die Ich-hab-noch-nie-Fragen, und wie das Imposter-Spiel genau läuft, steht in den Spielregeln.

Häufige Fragen

Wie spielt man das Wer-bin-ich-Spiel?
Jeder bekommt einen Zettel mit einem Namen auf die Stirn, den er selbst nicht sieht. Reihum stellt jeder Ja-Nein-Fragen über sich, bei einem Ja darf er weiterfragen. Wer zuerst errät, wer er ist, gewinnt.
Welche Personen eignen sich für Wer bin ich?
Personen, die alle in der Runde kennen: Albert Einstein, Helene Fischer, Thomas Müller, Heidi Klum oder Figuren wie Pumuckl und Harry Potter. Mit Kindern sind Tiere und Märchenfiguren besser, mit Erwachsenen dürfen es auch Gegenstände und Begriffe sein.
Was ist der Unterschied zwischen Wer bin ich und 20 Fragen?
Bei 20 Fragen denkt sich eine Person etwas aus und alle anderen fragen. Beim Wer-bin-ich-Spiel ist es andersherum: Jeder hat einen Namen auf der Stirn, den er nicht sieht, und fragt über sich selbst.
Ab welchem Alter kann man Wer bin ich spielen?
Ab etwa fünf oder sechs Jahren, wenn ihr greifbare Dinge wie Tiere oder Kinderbuchfiguren nehmt und mehr Fragen erlaubt. Kinder werden im Fragen oft schneller besser als die Erwachsenen.

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